Brasilien ist das größte Land des südamerikanischen Kontinents und zugleich auch das fünftgrößte der Welt. Aufgrund der großen Fläche und den unterschiedlichen vorliegenden Bedingungen sollte eine Reise nach Brasilien im Vorfeld gut geplant werden. Hier spielt besonders die Frage, welcher Impfschutz nötig ist, eine große Rolle. 

Informationen zu empfohlenen Impfungen vor Reisebeginn erteilt das Auswärtige Amt; zusätzlich informiert es auch über vorgeschriebene Impfungen.
Viele Staaten verlangen von ihren Gästen eine Gelbfieberimpfung, im Falle Brasiliens ist dies nicht der Fall. Allerdings wird dringend zu einer Impfung gegen Gelbfieber geraten, wenn der Besuch eines Gebiets, in dem Gelbfieber vorkommt, geplant ist. Für einige Bundesstaaten Brasiliens hat das brasilianische Gesundheitsministerium eine Empfehlung ausgesprochen; unter anderem auch für Reisen nach Amazonas, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Roraima und Tocantins. Ferner liegt diese Empfehlung beispielsweise auch für einzelne Gebiete in de Bundesstaaten Bahia, Santa Catarina und Rio Grande do Sul vor. Wenn der Besuch der Iguazzu-Wasserfälle, einem der attraktivsten Sehenswürdigkeiten Brasiliens, geplant ist, sollte man sich vor der Reise ebenfalls gegen Gelbfieber impfen lassen. Bei einem Besuch der Küstenstädte wie Rio de Janeiro oder Salvador ist eine solche Impfung nicht nötig.
Es wird bei Empfehlungen in Bezug auf vorzunehmende Impfungen meistens zwischen kürzeren und längeren Aufenthalten unterschieden. Grundsätzlich rät das Auswärtige Amt bei einem kurzen Aufenthalt in Brasilien Impfungen gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Hepatitis A. Ist ein Langzeitaufenthalt, das heißt ein Aufenthalt von vier Wochen oder mehr, in Brasilien geplant, so werden zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen. Zu letzteren wird auch geraten, wenn man sich zwar nur kurz im Land aufhält, sich aber in besonderer Exposition befindet. Eine Impfung gegen Tollwut ist besonders bei Reisen in die Bundesstaaten Pará und Maranhão zu empfehlen, da dort vermehrt Tollwutinfektionen mit teilweise tödlichem Ausgang registriert wurden. In dem Bundesstaat Bahia wurden zuletzt überdurchschnittliche viele Erkrankungen an Meningitis gemeldet. Der Grund für die vielen Betroffenen der Hirnhautentzündung ist noch nicht bekannt; es gibt diverse Bakterien, Viren, sowie andere Ursachen, die eine Meningitis auslösen können. Gegen die beiden gängigsten Varianten der Krankheit ist ein Impfschutz möglich und sollte für Reisen nach Bahia auch in Anspruch genommen werden.
Auch Malaria kann zu einem Problem für Europäer, die nicht gegen diese Krankheit immun sind, werden. Da Malaria durch Mücken übertragen wird, sollte auf schützende Kleidung sowie Insektenschutzmittel zurück gegriffen werden. Ferner ist aber auch eine Chemoprophylaxe möglich, die durch die Einnahme von mehreren verschreibungspflichtigen Arzneimitteln durchgeführt wird.

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